An unsere Wassersportbegeisterten Segler, Motorbootler und Schwimmer

 

ZORA ist wieder unterwegs – und ihr habt schon gewartet??? Auf die erste Schiffsmeldung???

Nun ja, von einigen wurde diese schon eingefordert und wir kommen dieser Forderung natürlich gerne nach!

 

Wir  haben jetzt eine neue Zora Email Adresse, bitte ab sofort nur noch diese neue Adresse verwenden.

Und auf die Frage: Dürfen wir eure Schiffsmeldungen weiterleiten an „vertrauenswürdige, liebenswerte“ Menschen? Antwort von uns: natürlich gerne!

 

Unsere bisher besuchten Häfen:

Bremerhaven, Helgoland, Borkum, Vlieland, Amsterdam, Scheveningen und nun jetzt Breskens als letzter holländischen Hafen

 

Auszüge aus dem Bord - Logbuch:

08.04.2014: bei 27Kn Wind auf der Weser das neue Kutterstag mit der Kreuzfock (reffbar zum Sturmsegel) probeweise zum Üben gefahren (-J )

11.04.2014: erste Wasserproduktion (Anmerkung: gelungen, köstliche Außenweserlage)

20.04.2014: bei starkem achterlichen Wind nachts Klampe vom Steg abgebrochen, quer in der Box gelegen, nächsten Steg aus der Verankerung gerissen, verlegt an Steg 3 (Anmerkung: nachts, dunkel ohne Brille und Unterhose, da es schnell gehen musste), ab 3 Uhr auf dem Weg nach Vlieland, Wind mit 6 Bft und Boen von 7 und das von achtern mit ca. 2 mtr. Welle und fast geko……(Alois: typische LK Welle in Bestform)

22.04.2014: „Kackeschieber“ funktioniert, Boarding und Kontrolle durch die niederländische Küstenwache. In Dunkelheit Amsterdam angelaufen bei dichtem Verkehr und permanenten Anweisungen per Funk auf den Traffic Kanälen. Spannend!

27.04.2014: 0300 abgelegt, Ausfahrt per Funk angekündigt und nach 2 maligem Peilen von Ober- u. Unterfeuern die enge Ausfahrt passiert. Querung der Maas bei Dunkelheit und unter Obhut sowie starker Beobachtung von „Maas Entrence“. Unsere Funke  bietet keine Möglichkeit in Holland auf Kanal 31 und weiteren zu funken. Diese Kanäle sind gesperrt und hierfür ist im Raymarine 204 keine Lizenz hinterlegt!! Soll ich das verstehen?? Also rein in den Hafen und „Anschiss“ abholen und sorry, sorry for my Mistake!!

 

Gesamt zurückgelegte Meilen: 418  davon 233 unter Segeln

 

Auszüge aus Brigittes Bordtagebuch:

08.04.2014: Die dritte Rentnerreise beginnt, diesmal ins Mittelmeer als Rundreise.  0900 Uhr ablegen von der Winkler Werft bei Hochwasser. Welch eine, nein, mehre Überraschungen: Hans, unser Freund und Werftchef hat die Zora an den Anfang des Steges verholt, Blumen an Bugkorb und Heckmast dekoriert und eine Flasche feinsten kroatischen Weines mit einer Magnolienblüte verziert auf unseren Salontisch gestellt. Wolfgang ist gekommen und gab Küstennebel (damit wir diesen nicht unterwegs bekommen) und leckere Croissants für den ersten Hunger. Ein großer Teil der Mannschaft der Bootswerft Winkler kam auf den Steg drückte uns und verabschiedete uns mit lautem, kräftigem Winken. Bernd und Familie gibt vom Balkon laute, anhaltende Schallsignale, wir sind gerührt!!!! Anmerkung: Ein großer Dank an Alle 

09.04.2014: Ein Abend im Bremerhavener Yachthafen Im Jaich der besonderen Art. Einladung von Rüdiger (Hafenmeister) und seiner Freundin Gabriele auf ihr Boot zu einem portugiesischen Abend gemeinsam mit Burkhart und Ebba als Einstimmung für ein Land, das wir noch nicht kennen. Einsame Spitze--- diese Köstlichkeiten, alles so liebevoll.

10.04.2014: Alois bekommt auf Helgoland seine Lieblingsplatz

11.04.2014: „arbeitsreicher“ Tag, Diesel bunkern, bei Helgo die anderen Flüssigkeiten einkaufen und verstauen und alle sonstigen Hohlräume mit gut umwickelten Glasflaschen ausfüllen. Telefonate ohne Ende, Alois hat Geburtstag und brummelt den ganzen Tag herum. Warum ist noch nicht Abend und wann kommen endlich die in Öl gebratenen Scampis auf den Tisch! Ein gelungener Tag und Premiere. Wir waren das einzige Boot (außer 2 vom Verein) im Hafen.

12. bis 15.04.2014: Hafentage auf Helgoland waren so nicht geplant, aber bei Boen von 10 Bft? Es kamen keine Touristen (die Bäderschiffe fuhren nicht) und wir machten einen Besuch auf der Düne, um kleine Seehunde zu bewundern. Gefühlte 10 x die Insel umrundet, mal gegen mal mit dem Wind und eine Einladung auf die Charisma, die aus Cuxhaven auch den Weg hierher gewagt hatte, zum Essen und Trinken. Elke und Dirk tischten vom feinsten Dorsch zum „überfuttern“ auf. Danke!

16.04.2014: Es sollte sein: Wind und schönes Wetter! Es war: schönes Wetter und kein Wind. 0600 Uhr abgelegt und 14 Stunden nach Borkum, fast nur  motort.  Alois murrt: dieser schöne Diesel!

17. bis 19.04.2014: Wir treffen uns mit unseren Freunden Rosi und Uwe, wollen auch gemeinsam zum Osterfeuer, das wir dann aber nicht mehr erleben. Es wird erst um 2100 Uhr angezündet und wir wollen nachts um 0300 Uhr ablegen und ziehen es vor, noch ein paar Stunden zu schlafen. Und gut so: gerade als wir uns hingelegt haben und am Einschlafen waren, gab es einen Knall, und nach einem erschreckten Aufspringen: die achtere Klampe vom Schwimmsteg war abgebrochen und wir lagen quer in der Box auf den anderen Steg gedrückt. Unter Mithilfe zweier beherzter Frauen gelang ein „halsbrecherisches“ Ablegemanöver und das Verholen an einen Brückensteg. Mit einer Schramme am Bug und kräftigem Adrenalinschub war an Schlaf nicht mehr viel zu denken. In zwei Stunden klingelt der Wecker!

20.04.2014: nach Vlieland um 0300 abgelegt, bei schönstem Mondlicht. Schneller auf Vlieland als gedacht, allerdings ganz schöne „Löcher“ im Wasser und ziemlich holprig. Der Hafen ist schön voll und voller Leben! Es ist Ostern! Kostenmäßig schon ein Vorgeschmack auf das Mittelmeer? Ein schönes Fleckchen Erde!

21.04.2014: Ausgeschlafen und wunderbare Pofferties gegessen!

22.04.2014: Auf nach Amsterdam. An unserem Rechnen liegt es nicht! Immer ist eine Tide mit und eine Tide gegen an! 6 Uhr ablegen, in der Hafeneinfahrt (Alois kann es nicht lasssen) Segel hoch und mit dem letzten ablaufenden Wasser  aus dem Fahrwasser. Ein toller Sonnenaufgang, herrliches Segeln bei Rauschefahrt und da ist es passiert: Der Fäkalienfahrt ist verstopft!!! Aber Alois war total happy über den von Andreas liebevoll gebauten „Kackeschieber“.  Wastedeckel auf, K…schieber rein und hin und her und AA ist raus! Querab von Den Helder Besuch von der Nederlandske  Küstwacht. Sie kamen an Bord (nach freundlichstem Fragen mit einem breiten Grinsen im Gesicht) öffneten alle Backskisten, Ankerkasten, jede Bodenklappe und fanden, auch nach Nachfragen keine Drogen oder irgendwelche  nicht auf der Crewliste stehenden Menschen! Nach ca. 1 Stunde hatten wir unser Boot wieder für uns! In Ijmuiden sollte eigentlich ein Stopp sein, aber das Wetter war schön, also direkt durch die Schleuse und durch nach Amsterdam in den Sixhaven. Der LETZTE freie Platz war unser. Ein freudevoll getrunkenes Anlegerbier und ab in die Koje. Es war ein prima Tag!

23. bis 24.04.2014: Amsterdam in der Sonne und ein Sektfrühstück im Cockpit. 2 Tage lang erlaufen wir uns die quirlige, von Radfahrern dominierte Innenstadt, bestaunen die vielfältig verzierten Giebel der schmalen Häuser an den Ufern der Grachten. Auf denen wiederum tummeln sich hunderte von Hausbooten. 4000 legale und 1500 illegale soll es geben! Die Hausgiebel sind meistens schief, entweder drohen sie seitlich abzukippen oder nach vorn. Das seitliche Abkippen bedeutet ein maroder Untergrund. Das nach vorne kippen ist gewollt und so gebaut: Als es noch keine Spülklosetts gab, wurden die Nachttöpfe aus dem Fenster auf die Straße gekippt, damit die Hauswand nicht beschmutzt wird, lagen die oberen Stockwerke etwas nach vorn gebaut. Beeindruckend lange Schlangen vor dem Anne Frank Haus und eine Selbstverständlichkeit von Haschisch rauchenden Menschen und das offene Umgehen homosexueller Menschen. Einfach faszinierend auch diese durchmischte Menschenmenge aller Farben und Konfessionen.

25.04.2014 Konings Tag (Königsgeburtstag und ein Rummel wie Mitsommer in Schweden und Freimaak in Bremen zusammen). Das hält Alois nicht aus und wir gönnen uns den Luxus gegen die Tide nach Scheveningen zu segeln. Kurz vor der Hafeneinfahrt Scheveningen, wir wollten gerade die Segel bergen, die Küstwacht direkt auf uns zu!  Alois kriegt die Krise und sagt zu den Beamten klar und deutlich: Nicht schon wieder und wir stehen nicht auf der Liste!! Sie lachen ob dieser Information und erkundigen sich, wo auch immer (NSA??) und drehen ab!

26.04.2014: Fahrräder ausgepackt und eine Besichtigungstour nach Den Haag! Auch hier Koningstag, viele in Orange gekleidet oder mit orangenen Accessoires. Es gab nicht wenige die sich auch die Haare orangefarbig gefärbt hatten. Den Haag eine moderne, aufgeschlossene Stadt und großzügig angelegt mit alten und ultramodernen Bauten. Eine riesenlange Strandpromenade mit einem Steigenberger Hotel in altem, großem Gebäude!  Viel moderne, öffentliche Kunst auf Promenaden und in den Höfen!

27.04.2014: Alois und seine Tiden! Er  sagt ja gern ein „leidenschaftlicher“ Nordseesegler zu sein. Ich muss sagen, einige Aspekte davon kann ich nicht nachvollziehen! Wieder um 3 Uhr auslaufen! 65NM nach Breskens und besonders die vielbefahrene Maasansteuerung bei Dunkelheit queren ist nun mal nicht meine Leidenschaft. Dank ordentlichem Wind und gut gerechneter Tide konnten wir schon um 1300 Uhr in Breskens festmachen und das obwohl wir noch ca. 14 NM aufgekreuzt haben. Es war einfach schön! Im Hafen, bei einem Stegspaziergang, ein deutsches Motorboot mit der Speckflagge als Gösch. Wir staunten nicht schlecht, ein Paar, das  wir schon im letzten Jahr in Rendsburg beim Warten auf freie Durchfahrt getroffen hatten und die auch bei der Bootswerft Winkler im Winterlager liegen. Die Nordstern will noch bis New Port und später dann nach England.

 Bilder dazu!

Bis zum nächsten Mal:

Von irgend woher

Eure Crew von der Zora Brigitte und Alois

 

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