Liebe Unterwegsbegleiter!!

 

Unsere nächsten besuchten Häfen:

Nach Guernsey geht es weiter über: Roscoff/Bloscon, L`Aber Wrac`h, und jetzt in Camaret sur Mer

 

Navigation:

Eine ätzende Rechnerei für unsere nächste Station Brest. Egal wie wir rechnen, in der Ansteuerung zu Brest werden wir immer einen „Tod“ sterben müssen. Ein Teil der Tide ist immer gegen uns, da der Strom im Canal du Four immer unbedingt mitlaufend sein soll und nach dem passieren des Kanals ist der Strom in der Enge von Brest gegenläufig. Nach einigen Überlegungen und den Infos über Brest entscheiden wir den Hafen von Caramet sur Mer  anzulaufen (Absprunghafen über die Biskaya) und dort den passenden Wind abzupassen.

 

Auszüge aus dem Bord - Logbuch:

21.05.2014: unser altes „Schwedenproblem“ hat uns wieder eingeholt. Ein zweimaliger PC Absturz und keine aktive elektronische Navigation! Cool bleiben! Terrestrische Navigationskenntnisse werden gefordert. Nach geraumer Zeit und jeweiligem erneuten Starten wieder alles am laufen! Und:::: wir laufen in einen Hafen ein, der nicht in der neuesten elektronischen Seekarte eingetragen ist!  Aber dank aktueller Papierseekarte: kein Problem!

26.05.2014: beim Anlegemanöver, ca. 1mtr. vor der Mole ist der Bowdenzug gerissen. Keine Gaseinstellungen mehr möglich. Das Bugstrahlruder hat kräftig arbeiten müssen!

 

Gesamt zurückgelegte Meilen: 907  davon 517  unter Segeln

 

Auszüge aus Brigittes Bordtagebuch:

21.05.2014: wegen der Tide hatten wir abends den inneren Hafen verlassen und uns an einen Schwimmponton gelegt, um am frühen morgen des nächsten Tages bei Niedrigwasser für unsere Reise nach Roscoff (mit der passenden  Tide) ablegen zu können. Feinstes Schmuddelwetter mit „Schmetterlingssegelstellung“ begleitete uns die gesamten 74sm und Alois ist zufrieden: alles gesegelt!!

22./23.05.2014: Hafentage in Roscoff. Wir sind in der Bretagne und die Küste ist sehr schön mit Einbuchtungen, steilen Küstenhängen, Felsen. Ein schnuckeliger, kleiner Badeort, mit einem Stadtkern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, der unter Denkmalschutz steht. Regenklamotten und Regenhosen sind angesagt. Über die Biskaya zieht ein Tief und es gibt Sturmwarnungen. Für unsere nächste Station (Brest) mit gut 70 NM zu weit und zu hart. Wie gut, dass wir warten und umplanen können. Wir warten einen Tag und am

24./25.05.2014: gehen wir in einen lediglich 40NM Meilen entfernten Hafen L `Aber Wrac`h. Eine super  Idee, fantastischer Hafen und die Landschaft ist ein Gedicht! Obwohl es immer noch nicht richtig warm ist, haben wir es hier mit einer ganz anderen Vegetation zu tun. Riesige Artischockenfelder, wild blühende Pfingstrosen, Palmengewächse, Bananenstauden und Kameen. Auch sind hier Basstölpel zu hause, wie wir sie bei uns nur auf Helgoland kennen. Alois kenne ich fast nicht wieder: Er kann alles gut genießen und „fast“ auf das richtige Wetter warten. Das war in den letzten Jahren ja lediglich rudimentär.

26.05.2014: Es sieht im Moment nach einem guten Wetterfenster für die Biskaya aus. Der Plan, nach Brest, wird verworfen wegen Tidenströmungen und um die mögliche Chance, mit gutem Wetter über die Biskaya zu gehen, nicht zu verpassen. Mit 6 englischen Booten machten wir uns am Nachmittag auf den Weg, und es entwickelte sich eine kleine, verbissene Regatta bei leichten Winden.  Der Canal du Four machte uns allen einen Strich durch die Rechnung, der Zeitpunkt war eine gute Stunde zu früh und es gab 5 KN Strom gegen an. Es musste die Maschine ran, alle ließen die Segel stehen und mal wieder, nur Alois setzt den Kegel. Beim Anlegen und Rückwärts geben: Keine Reaktion der Maschine beim Gas geben, obwohl diese lief. Auf unseren Zuruf, viele hilfsbereite starke junge, hübsche Männer, wie Brigitte später bemerkte, verhinderten wirklich Schlimmes. Ein Bowdenzug war gebrochen. Welch ein Dusel, dass es hier passierte, bei wenig Wind und vielen helfenden Händen. Wenn uns das auf der Biskaya passiert wäre, ich mag nicht dran denken. Wie lange wird es wohl dauern die Reparatur fertig zu stellen, geht uns das Wetterfenster flöten?

27.05. bis 30.05. 2014: Hafentage in Caramet sur Mer, aber nicht weil der Bowdenzug gebrochen ist, sondern weil wir auf das richtige Wetter warten. Dank eines findigen Technikers und einem gut gefüllten Lager konnten wir den Austausch schnell erledigen. Wir beide bewerkstelligten den Ausbau und beim Einbau half der Techniker. Auch beim Bezahlen keine Abzocke, für 120€ haben wir einen neuen Zug----und er funktioniert. Am Abend hatten wir bei uns die Besatzungen von drei deutschen Booten (9 Personen) im Cockpit. Ein netter Abend und reichliches Entsorgen von Leergut! Aber ein „Unglück“  kommt selten allein: Beim Essen eines Gummibärchens: Alois fiel ein Inlay raus. Also  mussten wir einen Zahnarzt suchen, einen schnellen Termin bekommen, und alles wieder mit dem Sprachproblem. Aber mit Hilfe der Tourist Info klappte alles sehr zügig, wenn auch die Hygiene nicht sehr vertrauenserweckend war. Für 23€ ist Alois wieder komplett.

 

Bis zum nächsten Mal:

Morgen früh geht es weiter nach la Coruna in Nordspanien, quer über die Biskaya. Unser Abenteuer, wir sind angespannt und etwas aufgeregt, aber nicht ängstlich! Diese Reise wird ca. 3 Tage und 3 Nächte dauern und wir sind dann nicht erreichbar.

Bilder gibt es heute nicht!!! Ich, Alois habe nicht die Muße diese auszulesen, auszusuchen, zu formatieren und einzufügen. Seht es mir nach!

 

Bis zum nächsten Bericht aus Spanien

Brigitte und Alois

 

Zora ………….ist unterwegs

Mobil:   +49151- 61333022

E-Mail: Zora-sy@t-online.de

Call Sign   DJ 7991

MMSI 211473740