Liebe Wassersportbegeisterte!

 

Unsere nächsten besuchten Häfen:

Nach La Coruña  geht es weiter über: Camariñas, Muros, A Pobra do Caraminal,  Baiona,  Povao de Varzim (erster Hafen in Portugal) Leixöes, , Aveiro, Figueira da Foz, Peniche und jetzt in Lisboa

Navigation:

Hier ist alles ohne Probleme und auch sehr gut in terrestrischer Navigation zu machen. Lediglich dass hin und wieder (von anderen Langfahrtseglern) berichtet wird, es könnten auch mal Häfen geschlossen werden und wären dann nicht anzulaufen. Das soll hauptsächlich im Herbst/Winter und bei hohem Schwell passieren.

 

Auszüge aus dem Bord - Logbuch:

11.06.2014: Bildschirm wird schwarz und lässt sich nicht in „Bunt“ ansehen

14.06.2014: Segeln vom feinsten! 42 SM davon 41 gesegelt mit raumen, zeitweiligen 34 KN Wind!

15.05.2014: Zieländerung wg. Sonne und schönem Wind zum träumen (raum 14 – 18 KN), anstatt Sanxenxo nach Baiona

22.06.2014: Wind von Vorn, Atlantiksegeln aus Jux und Dollerei. Wir machen aus 15 NM direktem Weg mit einem Kreuzkurs glatte 25 NM (War ein schöner Tag!)

24.06.2014: Windvorhersage traf gar nicht zu! Kein Wind ist zu wenig zum Segeln! Abgelaufen nach Aveiro zum Ankern! Spannend die mitlaufende Flut von fast 6 KN.

27.06.2014: Kursänderung von Nazare jetzt direkt nach Peniche! Solch einen Wind kann Zora sich nicht entgehen lassen! Atlantikdünung von 1,5 mtr und raumer Wind mit 12 – 14 KN! Luxus pur! Rasmus bekam einen ordentlichen Schluck!

29.06.2014: die Reise nach Lissabon, 65 NM Distanz und 64 davon unter Segeln mit einer kleinen Regatta den Tejo hinein! Eine Super Amel bekam keine Chance. Es war unser späterer Nachbar, ein Portugiese, der seine Yacht in London registriert hat!

Ein neues VGA Kabel installiert! Zur Zeit läuft der Bildschirm auf bunt, startet aber noch immer „flatterhaft“, läuft aber stabil! Bin auf weiteres gespannt!

 

Gesamt zurückgelegte Meilen: 1678  davon 1001  unter Segeln

 

Auszüge aus Brigittes Bordtagebuch:

11.06.2014: Hafentag in Camariñas: Strahlend blauer Himmel und warm! Ein kleiner Ort mit einem fischverarbeitenden Betrieb. Die Menschen leben sehr schlicht, man sieht es an den Häusern und Straßen. Dennoch hat der Ort einen ganz eigenen Charme und auch die alte Klöppelkunst wird gepflegt! Hier treffen sich wieder einige der bereits bekannten Yachten, die Merci (mit Bernd und Brenda gehen wir abends essen), Feluka, Lili, Pancho und die Eos. Die Beatrice ist am morgen ausgelaufen.

12.06.2014: Fast alle deutschen Boote verlassen den Hafen (Lili muss bleiben, hat ein technisches Problem) und motoren gen Süden, vorbei am Cap Finisterre, das so berühmt berüchtigt ist und auch Cap de Morte (Kap des Todes) genannt wird. Wir haben den Atlantik heute fast als „Ententeich“ und sind sehr froh über das gestern aufgebaute Biminitop!

13.06.2014: Hafentag in Muros: Eine beindruckende Landschaft und wir wandern viel. Mitten in der Pampa gibt es kleine, privat angelegte Gärten und Felder, die mühsam bearbeitet werden. Muros lebt zum Großteil von der Fischerei, abends kommen die Fischer zurück und der Hafen „bebt“, dann gibt es frischen Fisch, auch bei uns! Die Guardia Civil stört uns nicht beim Essen, sondern kontrolliert erst andere Boote! Weder englisch noch deutsch, sind sehr freundlich und sind sehr genau!!

14.06.2014: 34 KN Wind, Wasser weiß und hohe See! Aber die richtige Richtung, lediglich in die Ria de Aurosa musste Alois natürlich bei ca. 25 kn Wind 12 NM aufkreuzen! Bernd rief über Funk an: „ Klar zur Wende!“ Haben wir gelacht, hatten wir gerade abgeschlossen! (Sie haben uns unter Marine Trafic beobachtet!) Es ist nett mit den beiden!

16.06. 2014: Wir wollten eigentlich noch in eine andere Ria einlaufen, aber dann war der Wind so schön, dass wir weitergingen (fast gleich nach der Entscheidung (ca. 10 NM) schlief er allerdings ein – so what).  In der Anfahrt auf Baiona wurden wir von Delfinen begleitet. In Baiona  gibt es keinen Hafentag: Toiletten im Container, versifft und teuer! Ein abendlicher Rundgang mit Festungsanlagenbesichtigung, einer Scheibe Brot und ein wenig Bier, dann fallen wir ins Bett!

17.06.2014: Wir verlassen vorerst Spanien und segeln und motoren bei wenig Wind, aber immer mal wieder Böen  und Fallwinden, nach Portugal, in eine andere Zeitzone. Das sportlichste an dieser Strecke ist das Ausweichen der zahlreich vorhandenen Fischertonnen!!! Wir erreichen mit Povoa de Varzim einen schönen Ort mit Strandpromenade, Fischern, Markthalle und vielen kleinen, einfachen bis ärmlichen Läden.

18. / 21.06.2014: Hafentage: Mit dem Zug fahren wir nach Porto und machen eine fußläufige Stadtbesichtigung. Quirlig, alt und neu, verfallen und pompös, reich und arm gehen nahtlos ineinander über –   hier gehört alles zusammen. Wir gehen in einige der zahlreichen Kirchen, ich bin entsetzt: dieser Prunk! Daneben so viele arme (auch abgerissene) Menschen. Sie sitzen vor uns in der Kirche und beten und geben ihr kleines Geld für Kerzen und die Spendendose hin………. Überhaupt ist hier alles sehr katholisch! In Varzim haben selbst die kleinsten, verfallensten Hausfassaden ein Heiligenbild, in der Regel aus sehr alten, sicher wertvollen Fliesen.

Eine kleine nette Episode: beim Einchecken ist vor uns ein Schotte, der auch Waliser ist,  dran. Vom Vereinsrestaurant werden Getränkegutscheine ausgegeben. Der Schotte fragt, was man anziehen muss um ins Vereinsheim zu gehen. „Nothing“ sagt der Hafenmeister und korrigiert sich eifrig, als wir alle schallend lachen.

24.06.2014: Segelnd geht es los, wir wollen ca. 60 NM zurücklegen. Da wird nichts draus, Wind weg, wir laufen ab zum Ankern. Gute Entscheidung!

26.06.2014: Hafentag in Figueira da Foz. Tückisches Einlaufen am Tag vorher! Einem Engländer hat‘s die Seereling beim Anlegen rausgerissen, er hatte den immensen Strom im Hafen nicht berücksichtigt! Eine tolle Markthalle (Danke Ebba für den Tipp), wir kaufen vorzugsweise bei alten Marktfrauen ein. Frisches Obst und Gemüse, in hervorragender Qualität zu kleinen Preisen. Manchmal schämen wir uns! Wir erstehen zum Beispiel 2 Zucchini (ca. 30 cm lang) für 50 Cent und die Marktfrau bedankt sich noch dafür, dass sie keine Plastiktüte geben muss! Abends sind wir bei Lili, gemeinsam mit Bernd und Brenda, zum Vino Verde eingeladen!

29.06.2014: Früh los, weil wir 60 NM vor uns haben! Lissabon ist unser Ziel.  Unterwegs wieder Delfine, die Sonne scheint, nach einem schönen Segeltag laufen wir im Hafen Doca de Recreio de Alcantara, fast mitten in der Stadt ein. Gleich beim Einlaufen werden wir freudig von der Beatrice Crew begrüßt und zum Ankommensschluck auf ihr Schiff gebeten!

30.06. bis ?????.06.2014 Hafentage in Lisboa. Was für eine Stadt!!! So ein Leben und Treiben, soviel Prunk neben soviel Verfall. So viele Bettler und kaputte Typen vor den schicksten Läden und Lokalen. Und dann die Kirchen, an jeder Ecke mehr Prunk. Wir kaufen ein Tagesticket und fahren mit einer der alten Straßenbahn (Linie 28) kreuz und quer durch die engen, schmalen, stark abfallenden und steigenden Gassen Lisboas. Am Ende des Tages hatten wir das Gefühl, mit der „Wilden Maus“ durch Lissabon gerast zu sein. Lisboa ist die Stadt mit dem größten Höhenunterschied Europas, da gab es die Schussfahrt und ein mühsames hochquälen gepaart mit einer unglaublichen Gelassenheit der Tramfahrer wenn mal wieder ein Auto auf den Schienen steht. Im Ortsteil Belem finden wir das einzige erhaltene Kloster (beim Erdbeben von 1755 nicht zerstört) von enormer Größe! Meine Hochachtung vor den alten Baumeistern und einer Handwerkskunst sondergleichen. Aber muss es wieder für eine Kirche sein? Wir sind sehr nachdenklich geworden und diskutieren viel über diesen Katholizismus. Dabei sehen wir auch die tiefe Gläubigkeit der (alten? nein auch junge) Menschen! Wir sind gespannt auf das was wir noch erleben und weiter sehen werden!!!

 Bilder dazu.

Bis zum nächsten Mal:

Eure tiefenrelaxten

Brigitte und Alois

 

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