Liebe Freunde,

fast ist schon wieder ein Monat vorbei und wir wissen nicht: wo ist er geblieben?

Es gab auch hin und wieder mal die altbekannten Internetprobleme und wir wissen nicht, ob alle auch die 2. Schiffsmeldung erhalten haben. Falls nicht, eine Info und schon kommt diese nach! J

 

Unsere abgesegelten Stationen

waren nach Porto Christo:  Cala Ratjada (vor Anker),Ciutadela auf Menorca, Porto Soller auf Mallorca, Antraitx, Cala Portimax (vor Anker), St. Antonia de Portmany auf Ibiza, Denia, Valencia, Puerto de Burriana, de Vinaroz, Tarragena, Barcelona und jetzt in Blanes

Aus dem Logbuch

03.5.15: wunderschöne Ankerbucht, türkisfarbenes Wasser, wir gehen zwangsweise Anker auf und verlegen. Ein Cat - Charterer legt sich knapp 20 Meter vor uns, wir haben keinen Platz zum schwoien,

Diskussion mit ihm, zwecklos, resistent die Crew.

13.5.15: aus angesagten raumen Winden mit 4 Bft, werden es nun 6 Bft aus knapp 50° zu unserem Kurs. Es segelt sich nass, kalt, ungemütlich und zur meisten Zeit mit stehendem Wasser auf dem Deck.

18.5.15: Segeln  vom allerfeinsten, raume Winde mit anfangs 3 BFT, später bis 5 BFT, anlegen bei 16 KN Querwind, Geschick und mit eindampfen in die Achterspring, Wir waren begeistert!!

28.05.15: VHF Empfang von Barcelona Radio: Mayday, Mayday, Mayday relay. Von einem spanischen Motorboot wurde die Epirp ausgelöst und sendete: Motorboot sinkt. Wir waren für eine Hilfestellung zu weit entfernt. Später dann das: Mayday fini, wir haben nie erfahren was aus dieser Misere geworden ist

Aus Brigittes Bordtagebuch

03.05.15: Muss das sein? Charterer legt sich so dicht vor uns, dass wir während des Essens Anker hoch nehmen und etwas weiter entfernt ein neues Ankermanöver gefahren haben. Die Charterer (Engländer, Männer) gafften, was wir da machen. Ein wunderbarer Ankerort und viel zu schade um sich zu ärgern.

04.05.15: Ciutadella, ein Naturhafen, und unser erster Hafen mit einer Marinera, sehr selbstbewusst und auf die Frage wo die Capitaneria wohl sei, antwortet sie: Das bin ich! In diesem Hafen gibt es eine Besonderheit: Seiche oder auch Resaca genannt. Es ist das Phänomen, dass es bei bestimmten Konstellationen zu Wasserstandschwankungen kommt: alle 10 bis 15 Minuten kommt und geht das Wasser bis zu einer Höhe von 1,50 mtr. An der Einfahrt werden überdimensionale Ein-und Ausahrtssperrsignale gezeigt.

07., 08. 05.15 Alois rauft sich die Haare (als wenn er welche hätte): da haben wir extra einen Tag gewartet um den angekündigten Wind mitzunehmen, und es ist trotz Ansage so gut wie kein Wind, dazu eine alte Dünung, die von achtern unter uns durchrollt und die Segel zum Schlagen bringen, aber unser Boot nicht vorwärts. Und wir haben fast 60 sm vor uns, die wir fast vollständig motoren müssen. Alois jammert um den schönen Diesel… und (ist ge)nervt! Der Hafen von Soller versöhnt uns dann, er ist wunderschön gelegen und von Bergen umgeben, dem Tramuntara – Gebirge. Am nächsten Tag wandern wir in den ca. 8 KM entfernten Hauptort - und natürlich wieder zurück - über Stock und Stein und Geröll. Unterwegs bekommen wir von einem alten Spanier frisch gepressten Orangensaft angeboten: köstlich, haben wir doch selbst mal wieder nichts zum Trinken dabei. Und noch etwas:  wir haben jetzt einen getapten Flaggenstock, die Lücke in die wir sollten, war etwas zu eng. Macht nichts, bisher hatten wir ja noch keinen Bruch oder sonstiges „Ungemach“. Wenn es das dann gewesen sein soll ist ja alles bestens.

09.-10.05.2015 Antraitx. Das ist mal Glück, am kommunalen Anleger legt gerade ein Spanier ab, winkt uns heran, damit wir seinen Platz nehmen sollen. Wir genießen diesen 1a Platz, der zudem auch nur ein Drittel des Marinaplatzes kostet. Wir haben den vollen Überblick, die „Boote“ werden immer größer und wir sehen, wie einige „Herrschaften“ mit Tenderbooten zu verdunkelten Taxis gebracht werden. Ist schon ein „seltsam“ Treiben! Abends macht ein englisches Segelboot fest, sprechen uns an: Sie würden sich an unser Boot erinnern, Sines in Portugal im letzten Jahr. Sie reisen ähnlich wie wir. Wir steigen die Berge auf und genießen die fantastische Aussicht.

11.05.2015: unseren ursprünglichen Plan, 60 sm zu gehen, verwerfen wir angesichts des fehlenden Windes. Wir biegen ab in eine Ankerbucht an der Nordspitze Ibizas, herrliche Ruhe, prima Abendbrot und –rot, gebadet und uns auf den nun funktionierenden Ankeralarm verlassen. Rundherum gelungen!!!

13. – 16.05.2015: nach gut drei Wochen verlassen wir heute die Balearen und Alois freut sich: endlich mal wieder richtig segeln, Richtung Denia, zum Festland, 3-4 Bft sind angesagt. Es fängt langsam mit 2-3 an, dann sind es bald 4 BFT und dann werden es für die letzten 5 Stunden immer um die 6 BFT und immer von vorn. Schwell und eine unangenehme Welle und dann noch über Funk faselt der was von 7-8 BFT. Hoffentlich sind wir dann im Hafen. Wir segeln mit dem zweiten Reff in Genua und im Groß und segeln immer noch 7-8 Knoten über Grund. Mir ist unheimlich zumute. Alois steuert von Hand, um in den  Böen abfallen zu können und die Wellen weich auszusteuern. Und dann…. 4 sm vor dem Festland: Wer hat den Schalter umgelegt? Wind mit 2 BFT, Fleecesachen runter, es ist warm, warm, ausreffen, uns ungläubig ansehen war eins!! Im Hafen sind 30°. Am nächsten Tag steigt das Barometer auf 43°, dazu weht ein genauso warmer Wind, so dass es einem vorkommt, in einem Umluftbackofen zu sitzen und zwar egal ob man sich in der Sonne oder im Schatten bewegte, Sonne hieß lediglich, dass der Grill auch noch zugeschaltet wurde. Später erfuhren wir, dass in Valencia 50° gewesen sein sollen, in Sevilla 42°.

15.- 17.05.2015: Valencia mit einem hier fast „billig“ zu nennenden Hafen. Etwas außerhalb gelegen, Taxi? Bus fahren? Das sind wir nicht! Dann schon eher mit unseren Rädern. Aber in einer wuseligen Stadt behindern die Fahrräder. Also sind wir gelaufen, wie eigentlich immer. Wir entdeckten einen Grüngürtel, aus der arabischen Zeit Valencias stammend. Die Araber waren berühmt für ihre Bewässerungssysteme und diese kann man immer noch in den Grundzügen erkennen. Insgesamt waren wir 10 Stunden auf „Erkundungsgang“! Im Hafen wurde gerade die  Valencia Sailingsweek vorbereitet, eine Regattaserie der TP 52 Renner. Hier ist auch der Hamburger Harm Müller-Spreen mit seiner Platoon vertreten und erreichte den 7 Platz.

23.- 24.05.2015: Hafentage in Tarragena, ein Hafen auch für Superyachten. Auf einen Schlag 3 Stück um die 120 mtr. alle von Lürssen.  Im Ort zum ersten Mal eine völlige Symbiose von Alt und Neu, aus den Zeiten der Römer, des Mittelalters und der jungen Moderne. Eine nicht laute, aber eine Stadt die sich mitteilt. Wir sind eingefangen und fasziniert über die geschäftige Ruhe.

25.-27.05.2015: Barcelona, wir verzichten hier auf einen Bericht!!! Das solltet ihr selbst sehen und erleben! Unsere Schwerpunkte waren die Besichtigungen der Werke des berühmten Architekten Gaudi. Und unsere Wege zur Stadt? Diesmal fast keine, Port Vell liegt annähernd mittendrin!

28.05.2015: Diesmal nicht so früh los, morgens soll kein Wind sein, Wasser müssen wir noch nicht wieder produzieren, und die Strecke ist nicht so lang. Schöner leichter Segelwind, Alois versucht sich wieder im Schleppangeln-------aber mal wieder ------nichts. Von Blanes sind wir überrascht: Richtig hübscher Ort, netter Hafen mit ordentlicher Fischereiflotte und betriebsamer Umtriebigkeit, hier bleiben wir noch einen Tag und erwandern ein altes Castell aus der römischen Zeit in gefühlten 1000 Meter steiler Höhe. Tatsächlich waren es ca. 200 Meter, mit steilen, engen Treppen, Straßen und sommerlicher Mittagshitze. Später noch einen Einkaufsgang für Wein, Bier, Käse und Brot. Das Boot hat wieder deutlich mehr Tiefgang, aber Alois braucht seinen Vorrat!!

 Bilder dazu!

Bis zum nächsten Mal:

Von irgend woher

Eure Crew von der Zora Brigitte und Alois

 

Zora ………….ist unterwegs

Mobil:   +49151- 61333022

E-Mail: Zora-sy@t-online.de

Call Sign   DJ 7991

MMSI 211473740