Liebe Familie, Freunde und virtuelle Reisebegleiter!

 

Zur Zeit sind wir in Kroatien, in der Marina Borik/ Zadar und lassen die Bora mit ca. 45 bis 50 KN im Norden vor uns durchziehen. Nach den Besichtigungen und Wanderungen stehen nun die Putz- u. Flickstunden an, und es ist Zeit für eine weitere Schiffsmeldung.

 

Unsere Stationen waren nach Porto Montenegro:

Cavtat zum einklarieren in Kroatien, Dubrovnic, Doli vor Anker, Polace vor Anker, Lumbarda/Korcula, Lastova/Skrivena Luka, Vis vor Boje, Trogier/Marina Seget, Primosten vor Anker, Skradin Marina, Murter wg. Eintrittskarte im Vorverkauf zum Kornati Nationalpark, Vrulje in den Kornaten, Skoli Inseln im Naturpark Telascica, Veli Iz im Stadthafen und jetzt Zadar/Marina Borik

 

Aus dem Logbuch:

Als Nachtrag zu Albanien: Die Navigation ist sehr einfach und bereitet keinerlei Probleme. Lediglich ein sehr genaues Kartenlesen ist wichtig. Teilweise gibt es keinerlei Vermessungen, Halbinseln sind vorhanden aber nicht in der Seekarte und schon gar nicht so kleine vorwitzig hervorstehende Steine. Einige Gebiete sind zu meiden, da dort noch immer scharfe Munition auf dem Meeresgrund „gelagert“ ist.  In Albanien wird in JEDEM Hafen ein- und ausklariert und es gibt dauernden Funkverkehr.  

Kroatien: Ebenfalls keine Schwierigkeit zu navigieren,  jedoch die Qual der Wahl: wohin soll es gehen?

 

Aus Brigittes Bordtagebuch:

16.07.2016: Es klappte alles gut an diesem Morgen, verlegen an die Ausklarierungspier und die Police war genauso unfreundlich wie man es erwartet…..In Cavtat müssen wir bei 25 Kn Querwind an die Zollpier zum einklarieren, römisch katholisch anlegen mit eigenem Buganker. Dass man seiner behördlichen Pflicht nachkommen muss ist ja in Ordnung, für die halbe Stunde Anlegen aber auch noch 14€ bezahlen zu müssen, fanden wir befremdlich! Ankern und am Stadtpier liegen fällt aus wg. Schwell von 0,5 m im Hafen und so gehen wir weiter in die ACI Marina Dubrovnik am Ende eines Fjordes gelegen.

17. – 18.07. 2016: Wir fahren mit dem Bus in die alte Stadt, wieder ein Weltkulturerbe, wandern kreuz und quer und nachdem wir meinten, alles gesehen zu haben, hatten wir das Gefühl die 7 km zurück auch noch gehen zu können. Na ja, alles ohne Fußweg war nicht so prickelnd!!

19.07.2016: Alois hatte eine schöne Ankerbucht ausgesucht, gegen fast alle Windrichtungen geschützt  und unterwegs: er will alles hinschmeißen. Innerhalb 1 Stunde gab es Winde von 2 KN bis 27KN aus ALLEN Windrichtungen im permanenten Wechsel. Segel reffen, ausreffen, kreuzen, halbe Winde usw. in einer Wasserfläche von 15 Meilen Länge und 1,5 Meilen Breite. Zum Schluss Motor an und bei 25 KN ab in die Bucht. 5 Ankerversuche, Anker hält nicht, weil Fischernetze, Socken??, Plastiktüten das Ankereingraben verhindern. Es klappt und ab ins Wasser und wieder bekommen wir Besuch von einem Schwimmer, diesmal in freundlicher Absicht. Ein gebürtiger Kroate, dessen Frau hier in diesem sehr kleinen Dorf geboren wurde und der Urlaub machte. Zuhause, in Hagen/Deutschland betreiben sie eine sehr große Tennisanlage wie er stolz berichtete.

20.07.2016: Auf der Fahrt in das Naturreservat Polace auf der Insel Mljet sehen wir aus allernächste Nähe einen recht großen Waldbrand und zwei Löschflugzeuge. Polace hatten wir besonders empfohlen bekommen und wir konnten sogar mit zwei anderen Booten eine kleine Regatta segeln. Während des ersten Ankerversuches werden wir über Funk gerufen: Sailboat Zora! Wir waren vielleicht erschrocken! Auf einem Boot, mit Heck zum Felsen festgemacht, steht ein Mann und winkt uns zu sich heran. Der erste Ankerversuch klappte eh nicht, also mal hinfahren. Als wir ihn erkannten war die Freude groß: es war „unser“ Diver, der unseren Anker vor Othonoi aus der Steinhöhle befreit hatte. Wir haben dann doch geankert und sind zu ihm auf eine „Tasse“ Alkoholisches geschwommen. War schön!

21. - 25.07.2016: Diese Tage sind den kurzen Strecken gewidmet, teils unter Segeln oder, wie so oft, unter Motor (bei 2 – 4KN Wind klappt auch der Gennaker nicht), sehen uns Trogir an! Ankern und Baden alles hat etwas von Urlaub pur. Es sind unglaublich viele Boote, Eignerschiffe und sehr, sehr viele Charterer unterwegs und die deutsche Sprache erklingt überall! Es ist High Saison! (Fast schon zu viel!!)

29. – 30.07.2016: Wir sind mit Gudrun und Werner in Skradin verabredet. Der Fluss Krka schlängelt sich wie ein Fjord durch eine schöne Landschaft mit steiler, manchmal schroffer Küste. Wir fühlen uns, als wären wir in Schweden. Es ist mit den beiden kurzweilig bei „Happy Hour“ Drinks und einer gemeinsamen Besichtigung der Krka Wasserfälle und dem gemeinsamen Essen gehen.

31.07. – 01.08.2016:  In Murter wollen wir das Eintrittsticket für die Kornaten kaufen, weil es in den Kornaten das Doppelte kostet. Von Hans bekamen wir die Telefonnummer einer Konoba (kleines Restaurant, das einen Steg und Bojen zum Festmachen vor dem Lokal hat, wo man kostenlos festmachen kann, wenn man dann im Restaurant isst) in den Kornaten in der Bucht Vrulje. Dort sollten wir unbedingt reservieren. Haben wir versucht: er nimmt aber nur (vorzugsweise) Motorboote mit mindestens 4 Personen Crew. Na dann nicht, wir fuhren aber trotzdem in diese Bucht, bekamen eine Boje an einer anderen Konoba. Ein Mitarbeiter kam an unser Boot, brachte die Speiskarte und nahm die Essensbestellung bei einem erneuten Besuch auf. Wir vereinbarten die Zeit und wurden mit dem Taxiboat (Price includet, muss mal erwähnt werden!) abgeholt und später zurückgebracht. Das war ein fantastisches Essen bei bester Bewirtung und einem vom Haus gespendeten Sorbet. Na ja, vor dem Essen abholen war auch noch „etwas“ Wind mit 35 KN an der Boje und Regen, wie es ihn seit 15 Jahren dort nicht mehr gegeben hatte, wie einer der Ureinwohner berichtete.

02.08.2016: Wir fahren weiter in den nächsten Park, den Naturpark Telascica in eine Bucht der Insel Dugi Otok und nehmen eine Boje. Traumhaft schön und bestens geschützt und die Ranger kassieren direkt am Boot. Ich handel ein wenig und so sind wir nur noch 10 Meter lang und bezahlen anstatt 350 Kuna nur noch 250 Kuna, na also, geht doch. Hier kaufen wir von einem umherfahrenden, schwimmenden Supermarkt Weintrauben, Tomaten!  

05.08.2016: Im Stadthafen von Zadar werden wir abgewiesen, alles voll! Ok, wir fahren etwas zurück in die Marina Borik, erhalten einen tollen Platz und können solange bleiben wie wir wollen. Das passt uns gerade gut bei der sich ankündigenden Bora!

?????.2016: Jetzt warten wir auf den „richtigen Wind“, um über den Kvarner nach Marina Veruda oder Pula, hoffen wir mal segelnd, zu kommen. Dort bekommen wir tatkräftige Segelunterstützung von meiner Großnichte Katharina und ihrem Freund Florian.

 

Bleibt gesund und freut euch des Lebens und genießt, immer in ordentlichen Zügen!

 

Liebe Grüße die Zora Crew

Brigitte und Alois

 




Bilder dazu!


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