Liebe Familie, Freunde und virtuelle Reisebegleiter!

Unsere nächsten 6 Monate Segelzeit, unter unserem alten Motto: Unterwegs zuhause, hat begonnen.

Nachdem wir Certosa/Venedig am 31.3. mit dem Flieger erreicht hatten, die beauftragten Arbeiten abgenommen hatten, ging es einigermaßen zügig ins Wasser und wir konnten an „unserem alten Steg“ vom Vorjahr anlegen. Im Winter wurde unser gesamtes Bordcomputernetz upgedatet auf Windows 10, das neue TIMEZERO Navigationsprogramm aufgespielt und alle Seekarten upgedatet. So war der Plan! Auf dem Bordrechner allein alles OK aber die mitgelieferten SD -Karten erweisen sich denn auf dem Plotter im Cockpit als nicht installierbar und die mitgeteilten Codes schalten auch keine Teilbereiche der Seegebiete frei. Es bleibt wohl mein Thema: Alois und EDV sind nicht seine Welten! Auf jeden Fall wird es wohl die Baustelle der Saison.

Und wie gehabt: Falls jemand aus dem Verteiler gestrichen werden möchte, ein Ein-Zeiler reicht aus.

 

Unsere ersten Stationen nach Venedig waren:

Chioggia, Ravenna, Fano, Porto Numana, San Benedetto, Piscara, Termoli, Vieste, Bari, Brindisi und jetzt auf Corfu in der Gouvia Marina

 

Aus dem Logbuch:

07.04.17: Seekarteninstallation auf dem Cockpitplotter fehlgeschlagen, Austausch der Membrane vom Wassermacher, achteres WC komplett ausgetauscht, neue Gangway montiert, alle sonstigen Systeme überprüft und als in Ordnung abgehakt

08.04.17: Kompass kalibriert, Radar kalibriert

09.04.17: Nebelfahrt von o8.oo Uhr bis 11.30 Uhr, Sichtweite ca. 400 m, andauernd Schallsignale gegeben

10.04.17: Grundberührung in der Hafeneinfahrt, nur Schlamm, Tiefenangabe in der neuesten Seekarte 5 m, tatsächlich 2,10 m, festgemacht für eine Nacht an der anlaufbaren Tankstelle

16.04.17: Unterwegs bei anhaltendem Gewitter und später einsetzendem, lang anhaltendem Regen

 

Aus Brigittes Bordtagebuch:

01.04. bis zum 06.04.2017: Zunächst lief alles nach Plan und gut: eingekauft, verbunden mit einer Vaporettofahrt , Segel angeschlagen, ich mit dem aufentern in den Mast zum Einziehen diverser Leinen. Dann bekamen wir unsere Pakete die alle auf einer Palette nach Venedig gesendet worden waren. Kontrolle: es fehlen zwei Pakete, besonders ärgerlich das eine, welches u.a. die Drehteile zur Montage der Gangway enthielten. Schulterzucken beim Nachfragen im Office: Sie könnten nicht helfen, sie wussten nicht einmal welcher Spediteur angeliefert hatte. Es gab nicht einmal einen Beleg. Unsere Spedition in Bremen besorgte uns den Auslieferungsnachweis und dann nach vielen Wortwechseln und unserem Beweispapier: Die Pakete wurden gefunden (bei ihnen im Store) und uns angeliefert. Über unser nicht wieder auffindbares Fendertuch, ca. 2 x 1 m wollen wir nicht weiter berichten. Alles etwas ärgerlich.   

11.04.2017: Heute erwartete und freute sich Alois auf viele Anrufe. Nach einem Anruf von Hans…. Das Smartphone tut‘s nicht mehr, alles schwarz. Katastrophe! Akku raus und resettet. Nichts!! Alle denkbaren Szenarien wurden durchgedacht, wir hatten ja auf See viel Zeit. Angekommen in San Benedetto gleich zu einem Handyladen: Der „TYP“ im Laden sieht sich das Teil an und fragt Alois nach seinem Code. Er hackt den ein und das Handy ist wieder da. Alois ist happy und erhielt sogleich einen Geburtstagsanruf von Claudia und Gisbert. Alois strahlt.

Zusammengefasst bis zum 22.4.2017: Jeden Tag auf dem Wasser und weiter, weiter, weil das Wetter schlechter werden soll und wir gerne Zeit im ersten griechischen Hafen haben wollen, um alle notwendigen Einklarierungspapiere in Ruhe zu beschaffen, denn erstmals haben wir einen festen Termin in Preveza. Dort kommen Christoph und Rebecca, seine seit kurzer Zeit Verlobte. Von Brindisi/ Italien hatten wir eine Reise von 120 NM vor uns mit Nachtsegelei. Dabei sollten permanente 5 – 6 Bft Wind sein, Regen, lausig kalt, also eine Vorausschau, um sich das Segeln abzugewöhnen. Alle Prognosen waren einigermaßen konstant und wir entschieden unseren Start. Das Gute daran: Wind immer raum bis ca. 10° an den Wind bei Beibehaltung des Kurses. Alois ist es zufrieden. Und unterwegs: Kälter als gedacht, Wellen zum nicht drüber gucken mit so Alois: allerliebsten Kronen (aus Schaum), Surf die Wellen runter bis 9 KN. Am Ende hatten wir von 120 NM immerhin 119 NM unter Segeln zurückgelegt. Unser Rekord: immerhin fast 100% auf Langstrecke. Wir sind uns aber einig nach 20 Stunden unterwegs und dem nächtlichen Anlegebier: sowas nicht unbedingt wieder. Das Positive daran: das Wetter die Tage später wäre noch bescheidener geworden und unsere Entscheidung hat sich als richtig erwiesen.

 

Wir sind gespannt auf das Kommende und genießen das Jetzt!

 

Liebe Grüße and best regards

Brigitte und Alois


Bilder dazu!


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