Liebe Familie, Freunde und virtuelle Reisebegleiter!

Es bleibt beim Thema: Alois und EDV sind zwei Welten! Aber die Fortschritte sind deutlich erkennbar…….und eine langsame Gelassenheit stellt sich ein.

Terrestrische Navigation ist ja auch hin-u. wieder ganz schön!

Und wie gehabt: Falls jemand aus dem Verteiler gestrichen werden möchte, ein Ein-Zeiler reicht aus.

 

Unsere nächsten Stationen nach Corfu waren:

Syvota, Gaios auf Paxos, Preveza, Levkas, Sivota auf Levkas, Kastos vor Anker, Port Vathi auf Ithaka, Port Agia Eufemia auf Kefalonia, Port Zakinthos auf Zakinthos, Kyllini und nun in Patras

 

Aus dem Logbuch:

Hier gibt es nichts erwähnenswertes. Ist doch langweilig zu schreiben: Sprayhood nachgenäht.!

 

Aus Brigittes Bordtagebuch:

20.04. bis zum 22.04.2017:

Das Wichtigste: Anmelden in der Marina und Einklarieren in Griechenland. Wir benötigen das sogenannte D.E.K.P.A.. Nach einigen Infos soll es sich schwierig gestalten, kompliziert und zeitaufwändig sein. Beim ersten Anlauf klappt es auch nicht gleich, das Tax Office, wo man die Gebühr entrichten muss, hatte nur bis mittags geöffnet. Am nächsten Tag ging es ganz zügig, wenn auch unglaublich bürokratisch mit sehr, sehr vielen handschriftlichen Eintragungen in dicke, fette, gebundene behördliche Dokumentenbücher. Alle Beamte waren unglaublich höflich und zuvorkommend und sprachen wie selbstverständlich englisch mit uns. Wir haben bei diesem, für uns sehr umständlichen Verfahren, viel Spaß und Gelächter mit einigen Mitarbeiter/innen der  Hellenic  Coast Gard gehabt. Uns erreicht die Nachricht das Rebecca und Christoph heiraten wollen und wir sind ziemlich stolz darauf, dass wir uns den Termin aussuchen dürfen. „““Wir“““  heiraten nun am 1.7.2017 in Düsseldorf, der Flug ist gebucht!

23.04.2017:

Corfu – Syvota Inseln. Der  Stadthafen hat für uns nicht genügend Wassertiefe und wir gehen mit Buganker in die letzte Lücke neben einem Boot mit prächtiger Bugzier. Der Anker hält sofort und der Skipper des neben uns liegenden Bootes sagt: Hoffentlich geht das gut. Ziemlich viele Ketten am Grund. Wir sind aber guten Mutes, nichts eingefangen zu haben. Im Ort wurde gerade begonnen, alles für die Saison vorzubereiten und wir beschlossen daher am nächsten Tag weiterzugehen.

24.4.2017:

Und nun hatten wir den Salat. Unser Anker genau im Innenwinkel der überkreuz liegenden Grundketten. Eine dicker als die andere und die Ankerwinsch ächzt. Die Befreiung gelang mit Hilfe unseres Klappdraggens und zwei Griechen aus einem Beiboot. Einer meinte allerdings grinsend vor seiner Hilfestellung: Your Anchor ist lost. I have a knife! Ich glaube er fand unseren Anker ziemlich nice!

24.- 25.04.2017:

In Gaios eine wunderbare Stadtpier, wie immer ohne Strom und Wasser, dafür aber umsonst. Auf einer unserer langen Spazier- Besichtigungsgänge treffen wir einen Maurer vor einer neuen Mauer und kommen in ein kleines Gespräch über seine Arbeit. Er ist stolz auf unsere Ansprache und erzählt uns, dass das Anwesen, mit einer weit ausladenden Handbewegung angezeigt, einem albanischen Millionär gehören würde und dieser in ein neues Hotel und in seinen privaten Sommersitz investiert. Auf Nachfrage ob wir ein Bild machen dürfen, stellt er sich gleich in Positur, unglaublich freundlich stolz und umarmt mich (Alois) beim Abschied.

27.- 29.04.2017:

Hafentage in Preveza. Wir vertreiben uns die Wartezeit auf Rebecca und Christoph mit allerlei putzigen Sachen, wie u.a. putzen, polieren, Gasflaschen auffüllen (lassen). In diesem Hafen machen wir Bekanntschaft mit einem deutschen Segler der uns erzählte, nachdem er von unserer bisherigen Reise gehört hatte, dass in der Hafeneinfahrt nach Rimini ein italienisches Segelboot mit 6 Personen auf die Hafenmole geprallt sei. Es hat 4 Tote gegeben.  Schon ein seltsames Gefühl: wir waren genau in der Nacht von Brindisi nach Corfu unterwegs.

30.04.2017:

Die erste Strecke mit unseren „Kindern“.  Langsames eingewöhnen mit allen erforderlichen Manöverübungen bei komodigem Wind und einem punktgenauen eintreffen bei der Swingbridge zum Preveza Channel.

Christoph und Rebecca helfen Alois in EDV technischer Hinsicht auf die Sprünge und stellen den neuen Drucker und so einiges am Smart Phone und Tablet ein. Ob er das aber alles behalten kann?

01.05.2017:

Auf nach Sivota auf Levkas. Die beiden müssen beim Aufkreuzen ordentlich arbeiten. Sie haben auch Spaß daran und Alois ist ziemlich gelassen und hat zutrauen in die beiden. Wir treffen Ines und Michael von der Maxi und gehen direkt längsseits, nehmen bei Ihnen an Bord einen?? (ich glaube es war mehr) Anleger und gehen abends gemeinsam zum Essen. Ein schöner kurzweiliger Abend.

02.05.- 08.05.2017:

In Kasos vor Anker bei klarem Wasser und natürlich wenn auch zögerlich angebadet. War auch nötig, eine natürliche Patina hatte sich auf alle Körper gelegt. Christoph ein fleißiger Schnorchler und die Nacht sehr ruhig ohne Wind. Dafür die Nacht in Vathi sehr unruhig, mit Hackwelle. Vathi ist „berühmt“ für seine durchziehenden Fallwinde! Alle standen am Morgen ein wenig gerädert aus den Kojen auf. Rebecca und Christoph überraschten mich mit einem nachträglichen Geburtstagsständchen, garniert mit Kuchen in Herzchenform  mit Kerze zum ausblasen. Weiter nach Eufemia auf Kefallonia mit allen seglerischen Erfordernissen. Bei Böen mit bis zu 25 KN kam zum ersten Mal wieder der Traveller zum Einsatz. Anlegen wieder vor Anker und warum Querwind mit bis 20 KN? Na ja alles zum Üben. 1. Versuch: Warum findet Alois nur den einzigen Stein in der Bucht? Und warum holt er den auch noch mit nach oben. Hatte sich im Anker ordentlich verhakt. Der zweite Versuch gelingt und wir machen eine lange Wanderung in die Olivenhaine. In Zakinthos machen wir einen Hafentag.  Abends werden wir von den Kindern zum Essen eingeladen und wandern durch die Altstadt, die historischen Stufen nehmend, in eine Taverne hoch oben gelegen. In dieser waren wir vor ca. 17 Jahren einmal mit Rosi und Uwe während einer Charterreise. Am nächsten Tag machen Christoph und Rebecca eine Rollerfahrt durch das Landesinnere und die beiden Alten trollen sich zu alten Steinen. Diese waren früher mal eine Burg. Unser letzter gemeinsamer Segeltrip geht nach Kyllini. Dorthin haben sie sich ein Auto bestellt um noch den Pellepones im Inneren, Olympia, den Canal von Korinth und Athen zu besichtigen. In Kyllini „schmeißen“ wir die Kinder von Bord, ihr Auto ist für 10.oo Uhr avisiert, Alois möchte aber um o9.oo los. Es sind Böen von 6 BFT angekündigt. Die Strecke nach Patras segeln wir zur Hälfte bei raumen, manchmal achterlichem Wind. Lange Zeit ist ein „Schmetterling“ drin. Nach einem sehr schwierigem, aber gelungenem Anlegemanöver sind wir nun in Patras und warten auf unsere Freunde aus Reinbek, Maike und Thomas.

bis zum 13.05.2017:

Wäsche zur Laundry, Diesel von einem kauzigen Menschen mit Kanister und Schüttelschlauch angeliefert, TeamViewer Sitzung mit dem TimeZero Navigationsfachmann, ausgedehnte Spaziergänge und Besichtigungen sind die bestimmenden Zeitverbräuche. Mit dem Hafenmeister hat Alois so richtig Freundschaft geschlossen. Er hat einige Male bei ankommenden Booten geholfen und seine Hilfe angeboten. Gemeinsam haben sie bei einem ziemlich ramponierten Boot die schlagenden Fallen festgebunden und gesichert.  Alois hat sich mit Bier bedankt. Und er: brachte mit dem Hinweis: You are my best guest and very friendly, my friend, eine 1,5 Liter Flasche selbstgebannten Tsipouro mit dem Hinweis, das auch in einer Taverne zu bestellen. Dann wären wir sofort als „wissend“ erkannt. Die Griechen trinken nicht den Ouzo sondern eben Tsipouro.

 

Wir sind gespannt und genießen das Jetzt!

 

Und ganz vielen Dank für die vielen lieben Geburtstagsgrüße, per Mail, per Telefon und WhatsApp.

 

Liebe Grüße and best regards

Brigitte und Alois



Bilder dazu!


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