Liebe Familie, Freunde und virtuelle Reisebegleiter!

Wir haben den Peloponnes verlassen und sind nach einer weiteren Nachtsegelei in Chania auf Kreta eingetroffen. Zur Zeit ist im Hafen Wind mit 26 KN mit Böen bis zu 30 KN. Die richtige Zeit, den eigenen Buganker unter Kontrolle zu haben und eine nächste Schiffsmeldung zu schreiben.

 

Unsere nächsten Stationen nach Patras waren:

A.Nikolaos vor Anker, Itea, Korinthos, Korfos, Poros und jetzt in Chania/Kreta

 

Aus dem Logbuch:

14.05.2017: Meike und Thomas sind an Bord, eine obligatorische Sicherheitseinweisung und wir legen ab. Diese fällt kurz aus und ist nicht so nötig bei erfahrenen Seglern.

15.05.2017: Eine Nacht vor Anker. Beim Ankergrund suchen und Sicherheitskreise fahren reiben wir uns verwundert die Augen. Fallwinde mit etwas über 30 KN waren für uns doch sehr neu.

17.- 20.05.2017: Hafentage in Korinthos. Seltsames Kino…..mit Schwell von ca. 40 – 50 cm Höhe hinter einer Mole. Leinen, Ruckdämpfer und Fender waren echte  Freunde.

20.-22.05.2017: Durchfahrt durch den Kanal von Korinth und Hafentage in Korfos. Hier verlassen uns Meike und Thomas morgens um 05.30 Uhr. Wir legen uns noch einmal aufs Ohr und segeln dann

22.- 24.05.2017:   nach Poros. Bilderbuchsegeln……mit Sonne, dem „richtigen“ Wind und einem tollen Platz im Kanal.

24.- 25.05.2017: Segeln durch die Nacht, 124 NM liegen vor uns. Ich habe ein wenig mulmiges Gefühl, die Windvorhersagen sind sehr widersprüchlich, von 3 bis 6/7 Bft soll alles drin sein. Die Windrichtungen ebenfalls: von SSW (also direkt von vorn) bis W und WSW  (wäre halb und gut) ist alles möglich.

….bis ??? Hafentage in Chania

 

Aus Brigittes Bordtagebuch:

10.05. bis zum 13.05.2017:

Wir warten hier auf unsere Freunde Meike und Thomas, bringen das Boot, unsere Wäsche auf Vordermann und entdecken Patras. Alois schließt Freundschaft mit dem Hafenmeister. Alois hilft ihm hin-und wieder bei einigen seltsamen Anlegemanövern durch Charterskipper und er bringt  ihm zum Dank eine Flasche selbstgebrannten Tsipouro. Wir trinken das nur sehr vorsichtig und in kleinen Dosen. Wir sind uns nicht so sicher, ob man davon nicht auch blind werden könnte

14.05.2017:

Nun gemeinsam mit „unseren“ Reinbekern mit gemütlichem, raumem Wind in eine traumhaft schöne Ankerbucht. Innen dann Fallwinde wie wir sie so nicht erlebt hatten. Über einem Sandflecken konnten wir unseren Anker sicher eingraben, baden, duschen und kochen. Eine kurzweilige Zeit mit viel Erzählen und wunderschönem Blick auf schneebedeckte Berge.

15.05.2017:

Wieder ein Segeltag mit gutem Wind und wir wollen nach Itea, um von dort aus Delfi zu besichtigen. Der Hafen soll lt. Plan komplett ausgestattet sein. Säulen für Strom und Wasser sind auch da, aber leider, leider nichts funktioniert.

17.- 18.05.2017:

Die Wetterprognosen verschlechtern sich, mal wieder, wir starten relativ früh und erwarten 4-5 mit Böen von 6 Bft als raume Winde. Kommt so nicht, dafür allerdings fast permanenter Regen. Aber wir haben auf unserem „Sklavenschiff“ ja erfahrene Segler, die als Pinnensegler ihre ersten Erfahrungen mit unserem „Fahrschulschiff“ mit zwei Rädern machen. In Korinth sind wir eine knappe halbe Stunde fest, da kommen die Böen und Thomas und Alois wenden alle „Tricks“ an, um unser Boot so einigermaßen ruhig für die Nacht festzumachen. Die armen Engländer hinter uns, ohne Hilfsmittel, nur mit festen Leinen ohne Reck. Sie tanzen wie blöd und haben bestimmt keine ruhige Nacht, und wir? Wir schliefen jedenfalls alle so lange, wie noch nie in diesem Urlaub. Wir wandern am nächsten Tag zum Kanal von Korinth und lassen uns von der Landseite inspirieren. Wir bewundern die sich absenkende Straße, über die auch tiefer gehende Kümos in den Kanal einfahren. Eine Vorfreude macht sich breit, soll doch am nächsten Tag wieder die Sonne scheinen.

20.- 22.05.2017:

Nach dem Anmelden über VHF für die Kanaldurchfahrt wurden wir recht zügig zur Einfahrt beordert. Beeindruckend, fast 100 m hohe Felswände, fast zum schwindelig werden. Wir sind uns alle sicher, das ist ein unvergesslicher Eindruck! Bilder zeigen wir dann im nächsten Vortrag, oder wollt ihr lieber ein Video? Haben wir auch! J In Korfos gehen wir vor eine Taverne, um dort auch abends zu essen. Der Wirt begrüßt uns mit der Bremer Speckflagge. Er ist ein alter Fahrensmann und war auch in Bremen. Am nächsten Tag verlegen wir vor eine andere Taverne, weil ein gruppe Katamarane die Plätze reserviert hatte. Meike und Thomas gingen von Bord und wurden mit dem Taxi zum Flughafen gefahren und wir …..nach einem weiteren 2-stündigen Schläfchen legten wir ab Richtung Poros.

22.- 24.05.2017:

In Poros wird vor eigenem Anker angelegt. Das erste Manöver wurde wiederholt…….der Anker hielt nicht. Beim zweiten Manöver alles gut, nur leider für unser Ankergeschirr Kettenvorlauf mit Leine nicht so günstig oder besser formuliert beschissen. Unsere Leine war im Fahrwasser zu dicht unter der Wasseroberfläche und wir hatten ja schon erlebt, wie es ist, wenn die Leine/Mooring von Propellern zerschnitten wird. Der neben uns liegende Segler half uns mit einem guten Tipp und seinem 25 KG schweren Ersatzanker aus. Diesen Anker benutzten wir als Reitgewicht und wir lagen sehr sicher. Poros gefiel uns sehr gut mit seinem farbenfrohen Ort und dem lebhaften Treiben. Wir blieben einen Tag länger, um die Insel intensiver zu erkunden. Hier trafen wir auch das englische Paar aus Korinth und einen amerikanischen Segler wieder den wir in Albanien und Montenegro im letzten Jahr schon getroffen hatten.  Wir beschließen nach dem „studieren der Wetterlage/ Prognosen“  nun direkt von Poros nach Kreta zu segeln. Der nächste Meltemi mit 7-8 Bft ist angesagt und wir haben einen „Termin“ in Heraklion/Kreta.

24.- 25.05.2017:

Um 09.00 Uhr legen wir ab, um die 124 Nautischen Meilen nach Chania/Kreta zu segeln. Wir planen, bei der Morgendämmerung anzukommen, sind allerdings ziemlich angespannt bei den nicht festgelegten Windstärken und Richtungen. Über Nacht eine Begegnung der besonderen Art: Ein deutsches Segelboot mit AIS Kennung, dafür zuerst ohne Licht, passieren wir in ca. 600 m Abstand. Nun sahen wir auch die kurz zuvor eingeschalteten Positionslaternen. War prickelnd, bei den sehr unterschiedlich Winden in Stärke und Richtung. Nach ziemlich genau 24 Stunden machten wir bei knapp 90 gesegelten Meilen in Chania fest. Müde, hundemüde erledigten wir noch die Anmeldung, bekamen sogar  Wasser und Strom für 5 € am Tag und 6,50 € Liegegebühr pro Tag. Wir „quälten“ uns durch den Tag mit einer ersten Besichtigungsrunde und einem Besuch bei der Hellenic Coast Guard, um die Zeiten für das vor uns liegende Schießgebiet zu erfahren. Wir werden Nieeee wieder freiwillig bei der Coast Guard um Infos bitten. Wir mussten ALLE Papiere zeigen und von allen Papieren wurden Kopien gemacht und im D.E.P.K.A bekamen wir einen Stempel für unsere Ankunft. Nun haben wir den Salat und müssen uns für das Verlassen des Hafens auf der rechten Seite des Vordrucks einen neuen Stempelabdruck holen. Macht nichts: Sie haben 24 Stunden geöffnet, wenn wir allerdings früh ablegen wollten möchten wir doch bitte am Abend vorher erscheinen. Immer in einer ausgesprochenen Herzlich- und Freundlichkeit. Warum so kompliziert ist die begleitende Frage. Das haben sie eigentlich nicht nötig.

26.05…..:?

Nun haben wir noch zwei Häfen bis zum 1.6. bis Heraklion. Dort steigen unsere Freunde vom Holthorster Weg, Brigitte und Rainer, zu uns auf‘s „Sklavenschiff“ und segeln mit uns durch die Kykladen (das Herz des Meltemi, so sagt man) nach Athen. Wir freuen uns schon, haben wir doch wieder erfahrene Segler an Bord, und Alois hofft, mal wieder nicht immer abwaschen zu müssen.

 

UND IMMER NOCH: Wir sind gespannt und genießen das Jetzt!

 

 

Liebe Grüße und   na diaskeda`soun ana´gnosi

Brigitte und Alois

 


Bilder dazu!


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