Liebe Familie, Freunde und virtuelle Reisebegleiter!

Mittlerweile sind wir 2 Wochen in der Zea Marina in Piräus, sind jeden Tag zu Besichtigungen in Piräus und Athen gewesen und nun ist ein Schreibetag angesagt mit den diversen sonstigen Arbeiten an Boot und Körper.

 

Unsere nächsten Stationen nach Chania/ Kreta waren:

Rethymno, Heraklion, Santorini, Ios/Limani, Ankerbucht Dispotiko/Anti Paros,  Serifos/Livadi, Ankerbucht Phykadia/ Kythnos, Olympic Marina

und jetzt in der Zea Marina Piräus/Athen

 

Aus dem Logbuch:

28.05.2017: 1 Std. Motorfahrt und ……kein Kühlwasseraustritt!! Plastikplane mit „Tampen“ vor dem Kühlwassereinlass und im Propeller! Dank sofortigem Aufstoppen, beherzter Rückwärtsfahrt und Leinenschneider kamen wir wieder klar (Riesenglück!!!).

03.06.2017: fast 70 NM  auf einem Kurs nach Santorin, gemeinsam mit Brigitte und Rainer

06.06.2017: vor Anker in der Bucht Dispotiko. Beim Schnorcheln mal wieder unseren, unter einer Steinplatte festgeklemmten Anker, gesehen. Nach dem Durchspielen am Modell gelang das „Anker auf Manöver“ am nächsten Tag allerbestens.

….bis ??? Hafentage in Piräus

 

Aus Brigittes Bordtagebuch:

28.05. 2017:

Der Tag mit 3 (DREI) Glücksmomenten. Anker auf im Hafenbecken!! Der Anker lag ca. 10 cm vor einer dicken Grundkette und konnte durch überfahren frei gehievt werden. Das Wasser war so klar, um den Anker auf Grundliegend zu sehen. Der zweite Moment das im Logbuch beschriebene Plastikplanenabenteuer. Der anfänglich dritte Glücksmoment klappte nicht soooo ganz: Die Angelsehne rauscht aus, Juhu,  da ist was dran und dann Motor ausgekuppelt, Kurbelei an der Spule ohne Ende und dann wieder mal Plastik und Leinen!!!

29.- 30.05.2017:

Hafentage in Rethymno. Besichtigungen und heftige Regenfälle (gemessen an durchschnittlichem Niederschlag müsste es für diese Saison nun reichen).

31.05.2017:

Heraklion / Kreta: Nach anfänglichen Problemen mit dem Liegeplatz vor der Port Police an einer sehr hohen Pier (Höhenunterschied zu unserem Deck ca. 1,5 m) konnten/durften wir im alten Venezianischen Innenhafen an einem Ausleger beim Yachtclub einen wunderbaren Platz bekommen. Es war der dritte Versuch, der nur gelang durch die sehr große Freundlichkeit der Einheimischen. Sie erkundigten sich sogar, bis wann wir diesen Platz nutzen dürfen. Wir fühlten uns gut aufgehoben, und die Clubmitglieder gaben uns auch in den folgen Tagen immer wieder Infos.

01.- 02.06.2017:

Wir warten auf Rainer und Brigitte, die heute Abend ankommen sollen. Essen im Cockpit, bei bestem Wetter und viel Erzählerei runden den Tag perfekt ab. Wir machen noch einen Tag Pause mit Besichtigungen, Einkaufen, Sicherheitseinweisung und Duschen auf der Badeplattform (Duschen und Toiletten gibt es hier mal wieder nicht).

03.- 04.06.2017:

Mit dem Hellwerden laufen wir aus nach Santorin, wir haben 70 NM vor uns, wissen, dass die Insel sehr begehrt und touristisch ist, Hafen klein und voll und Ankern fast nicht möglich ist. Nach einigen Telefonaten und Tipps von anderen Seglern (aus Heraklion) segelten wir durch bis in den Norden. Wir konnten dann an einer riesigen rostigen Boje anlegen mit einer ca. 150 m langen Leine. Rückwärts angefahren, Rainer einen Sprung auf das Teil und mit einem Palstek den ersten Teil der Heckleine befestigt.  Wir lagen nun völlig idyllisch am Fuße des Vulkans mit dem Sahnehäubchen des Ortes Oia obendrauf, in der Bucht Armeni. Für 19.oo Uhr war der Tisch bestellt und Rainer lud uns zu einem fürstlichen Mal ein. Nein, hier wollten wir nicht gleich weiter, den Ort und den Blick wollten wir uns nicht entgehen lassen, zumal wir einen so fantastischen Platz hatten. Ein wenig abenteuerlich wurde es aber doch noch. Alois ging noch einmal zurück, da ein großes Motorboot festmachte und die Position der Tonne dadurch verändert wurde. Wir kamen der Pier mit unserem Bug zu nah und es gab durch die Fähren ordentlich Schwell. Rumms und der Ankerbeschlag knallt an die Pier. Mist!! Von unserem Liegeplatz ging es direkt auf einem Serpentinenweg nach oben. Wir gingen natürlich zu Fuß hoch, auch wenn die Möglichkeit bestand, mit Esel oder Pferd „transportiert“ zu werden. Belohnt wurden wir mit einem einzigartigen Blick auf das tief blaue Wasser im Krater und auf die terassenförmigen Häuser in weiß mit ihren blauen Dächern. Und abends eine weitere Belohnung für unseren Stopp: Baden im erfrischenden Wasser von der Badeplattform aus und Essen im Cockpit mit selbstgemachtem Risotto!

05. 06.2017:

Unser nächstes Ziel: die Insel Ios und wieder anlegen vor eigenem Buganker. Nach dem üblichen Aufpassen wer schmeißt wo seinen Anker, gleich mal wieder nach oben in den hübschen kleinen Ort. Am Nachmittag konnten wir auf dem Nachbarboot einen Skipper beobachten, der aussah wie ein Shaolinmönch und auf dem Baum frei balancierte und aus dem Stand direkt auf die Pier sprang (ca. 2,5 m). Sehr beindruckend und Alois fragt sich verwundert, wie man solch einen Körper haben kann.

06.06.2017:

Morgens das große Aufbrechen: Ankersalat vom Feinsten, ein franz. Boot quer vor allen Ankertrossen, Chaos und Gebrülle und wohl so manche Schramme, so auch bei uns. Rainer konnte einen größeren Schaden am Heck bei uns noch gerade so abwenden. Wir gehen in eine tolle Ankerbucht und gehen baden. Der Anker ist unter einer Steinplatte festgehakt, stellt Alois beim Schnorcheln fest. Nicht schon wieder!!! Anhand eines Modellversuchs (Anker aus Alufolie und das Ausbrechen/haken) besprechen wir das morgen früh anstehende Manöver.

07.06.2017

Nach dem Frühstück der bange Moment: Wie kommen wir frei, aber Alois‘ Plan war gut und klappte auf Anhieb. In Serifos ein neuer Hafen mit Mooringleinen, so das Handbuch. Die Wirklichkeit ist anders. Mooringleinen nur zum Teil, und Alois hat nicht so richtig Lust, den Anker in diesen „verseuchten“ Grund zu setzen. Zum Glück zeigt uns ein Däne eine freie Mooring und hilft uns beim Anlegen. Mal wieder ein klasse Platz mit dem Wermutstropfen: Kein Strom! Danke Rainer für dein Improvisieren.

08.06.2017:

Es wäre schade gewesen, gleich weiter zu fahren, der Ort hoch oben auf dem Berg sah malerisch aus und musste erwandert werden. Lt. Prospekt: ein amphitheatralischer Ort!!! Und das Wetter lud auch nicht so wirklich zum Segeln ein. Gewitter, ordentlich Regen und vorhergesagte Böen. Der Ort, die Chora, war wieder ganz anders als die vorherigen: ein „Treppendorf“ in den Felsen eingefügt, das nicht übermäßig touristisch war.

09.06.2017

Noch einmal vor Anker! Der zweite Ankerversuch ist erfolgreich und wir sind sehr zufrieden mit der Wahl dieser Bucht. Ganz anders als sonst. Die Bucht ist durch eine Sandbank getrennt und von zwei Seiten zu benutzen. Wir stecken ausreichend Kette und genießen nur noch mit baden, schnorcheln, essen, betrachten des Mondaufganges und ratschen und tratschen!

11.06.2017

Heute ist Segeln vom Feinsten angesagt. Wind fast von vorn mit manchmal 27  KN. Das ganze Programm, mit  Reffen, Traveller auf und zu, Genua klein und groß, Wind zwischen zwei Inseln plötzlich direkt auf die Nase und killende Segel, also keine Langeweile und häufig Geschwindigkeit von 8 KN plus auf der Logge.

12.06. ????? 06. 2017

Hafentage in  Piräus /Athen! Das Boot wird geputzt und gewaschen, die Rettungsinsel zur Wartung abgeholt und schon mal ein wenig Piräus angeschaut. Es ist schön hier und die kommenden 3 Wochen werden auszuhalten sein. Mit Brigitte und Rainer fahren wir mit dem Hop on -Hop off Bus nach Athen, um die Akropolis zu besichtigen.  Nach unserer Rückkehr sind wir alle Schlag kaputt und zufrieden. An den nächsten Tagen machen wir eine Rundfahrt zu den Buchten und besuchen das Neue Akropolis Museum. Brigitte ist dabei eine (für uns) ziemlich fachkundige Frau und erzählt über die griechische Mythologie. Über unsere weiteren Erlebnisse, wie die  Teilnahme an einer Demo (gegen Rentenkürzungen), großer Wachwechsel vor dem Parlamentsgebäude, Streik der Müllwerker und die daraus resultierenden Probleme und dit un dat werden wir dann wieder bei unserem TURA Vortrag berichten.

 

Liebe Grüße die Zora Crew

Brigitte und Alois


Bilder dazu!


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