Liebe Familie, Freunde und virtuelle Reisebegleiter!

Nun sind wir in Mytilene auf Lesbos eingetroffen und haben damit den Standort unseres Winterlagers erreicht.

 

Unsere nächsten Stationen nach Kavala waren:

Thassos in Nea Limani, Limani Fanari, auf Samothraki in Kamariotissa, auf Limnos in Myrina, auf Lesbos in Sigri vor Anker, auf Lesbos in Skala Polinichtou und Ormos Apotheki vor Anker, Plomari und nun Marina Mytilene/Lesbos

 

Aus dem Logbuch:

09.08.2017: Windvorhersage: NE bis E bis 20 KN  bei geplanten 30 NM nach SE, das verspricht ein klasse Segeltag zu werden. Es kommt anders: Wind aus ESE mit durchschnittlich 26 KN und Böen von 37 KN. Also immer hoch am Wind mit allen Reffs die möglich sind und permanent Wasser  auf Oberdeck und duschen im Cockpit.

13.08.2017: fremde Ankerkette über unserer Kette, schei…. Arbeit sich davon zu befreien

19.08.2017: Überfahrt nach Lesbos mit 57 NM und eine für uns gewaltige  Ansammlung von Hochseetrawlern auf unserer Route. 40 Schiffe zählen wir und allen müssen wir ausweichen. Bauchgrummeln bei dem angesagten Wind.  Kurs halten ist unsere Devise, obwohl manchmal nur 200 Meter Passierabstand am Bug der fischenden Schiffe lt. AIS ist. Nun aber noch nie irgendwo  erlebt: die fischenden Trawler verlangsamen ihre Geschwindigkeit und lassen uns passieren. Nicht einmal mussten wir unseren Kurs ändern. Das war mal ein besonderes Erlebnis und von 57 NM immerhin 52 NM gesegelt.

Aus Brigittes Bordtagebuch:

06. 08. 2017:

Hafentag in Nea Limani mit Besichtigung der vielen alten Steine und  der zeitweisen Domizile von Poseidon, Hera und Zeus

07./08.08. 2017:

In Limani Fanari erleben wir die (auch in Deutschland) zu sehende partielle Mondfinsternis bei einem Open Air Konzert einer griechischen Gruppe. Klasse Mix aus Jazz, Blues, Swing und griechischer Folklore und Schlagern.

09.08.2017:

Teilweise Böen mit 37 KN und wir segeln. Abends gehen wir zur Belohnung essen. Samotrahki ist die Insel der Ziegen und wir bekommen Zickleinbraten vom allerfeinsten mit Retsina. Jetzt sind wir wieder obenauf!!

10. – 12.08. 2017

Auf dieser „Ziegeninsel“ gibt es über 100.000 Muttertiere an Ziegen und Schafen und tatsächlich, man sieht sie überall wild umherlaufen und sie geben einem mit ihrem Gebimmel in den Bergen ihren Standort bekannt. Wir fahren mit dem Bus zu  den Wasserfällen am Fonias (was Killer heißt). Ein toller Wanderweg zum Bergsee und das erfrischende Bad im Süßwasser war einfach nur herrlich!!

13.- 18.08.2017

Auf nach  Limnos in den Stadthafen Myrina. Endlich einmal ein Hafen der lebt und in dem auch alle Stromsäulen und Wasseranschlüsse funktionieren. Wir sind begeistert, wird auch noch für das Liegen entsprechend Liegegeld verlangt. Wir buchen eine geführte Busreise ins Innenland mit Rundtour und besichtigen Kirchen, kleine Dorfplätze unter Riesen-Platanen, ein Folkloremuseum und die  Ausgrabungsstätte Poliochni. Hier ist das Parlament gewesen in dem die älteste Demokratie Europas ausgerufen wurde. Wir sind schier begeistert.

19.08. 2017:

Kurz vor 7  Uhr legten wir ab, nach Lesbos---- wollten. Oh Schreck am Anker hing eine fremde Kette,  die dort nichts zu suchen hatte und weg musste. Alois war ganz ruhig und hatte gleich die richtige Idee, wie er‘s machen muss. Nach 15 Minuten waren wir frei und der Verursacher schlief wohl ruhig weiter und merkte nichts davon. Oder doch???

20.08.2017:

Hafentag vor Anker und übersetzen mit unserem Tender. In Sigri besichtigen wir den  steinernen Wald. Diese Bäume sind nachgewiesen um  die  20.000.000 Jahre alt. Phänomenal und einige Bilder dazu wollen wir im TURA Vortrag zeigen.

23. - 24.08.2017:

In Plomarion liegen wir vor Buganker mit Heck zur Pier und unsere Gangway, in diesem Jahr neu, erweist sich wieder einmal als das große Glück. In Plomarion werden prämierte Ouzo hergestellt,  wir besichtigen das Museum und die arbeitende Destilliere eines Familienbetriebes mit einigen Probeschlucken. Und das bereits am Vormittag, der Rückweg zum Boot war  schon beschwingt.

25.08.2017:

Eigentlich wollten wir noch bleiben, aber der Wind blies mir 22 KN in den Hafen und wir schaukelten zu jeder Seite mit ca. 15°. Kein Vergnügen, überhaupt nicht und wir legten ab, um auf unserem Weg nach Mytillini unser erstes FLIEGENDES Wasser mit 37 KN permanent und Hammerböen von 41 KN zu erleben. Das gesamte Boot nur salzig durch die winzigen fliegenden Salzwassertropfen. Wir befürchteten ab dem Kap vor uns sehr viel schlimmeres, auf den ersten 9 NM war der Wind halb und wir haben einen neuen Kurs um das Kap herum genau gegenan und ohne Landabdeckung. Wir bereiten alles notwendige vor!!! Und dann…..ab dem Kap ist der Wind fast weg und wir segeln bei 16 bis 20 KN kreuzender weise  in den Hafen Mytillini.

Hier werden wir mit der Flüchtlingsproblematik konfrontiert, der allgegenwärtigen Präsenz von Sea Watch, Frontex und Marine (Kriegs) Schiffen aller Art. In der Marina fühlen wir uns gut aufgehoben, können unsere vorbereitenden Winterarbeiten machen, Ausflüge unternehmen usw. usw.

 

Liebe Leser, das ist nun die letzte  Schiffsmeldung.

Ab dem nächsten Jahr, so haben wir beschlossen, segeln wir so langsam Richtung Nordsee zurück. Auf welcher Route oder Umweg über ???? und in welcher Zeit wir das machen ist noch völlig offen!!! Wir haben ja noch  Zeit!!! Ausgefülltes Rentnerleben ist nun mal so!

 

An alle Unterstützer und hilfreichen Menschen und , und…. ein großes Dankeschön und bleibt uns gewogen!

Liebe Grüße die Zora Crew

Brigitte und Alois

Bilder dazu!


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