Liebe Familie und Freunde,

es sind für diesen Monat noch einige Bytes offen und wir wollen eine nächste Schiffsmeldung abgeben.

 

Nach Patmos/Skala Patmos  ging es weiter über Amorgos/Ormos Kalotyri vor Anker, Koufonisi vor Anker und Hafen, Naxos/Limani Naxos, Paros/Naussa vor Anker, Syros/Ermoupolis, Tinos/Limani Tinos, Andros/Batsi, Euböa/Karystos, Kea/Ormos Vaukari vor Anker, Ormos Nikolaos vor Anker und jetzt in der Zea Marina in Piräus.

 

Aus dem Logbuch:

25.05.2018: Anker in der Nacht bei 27 KN Wind ausgebrochen weil der Wind äußerst überraschend um 180° mit 24KN gedreht hatte. Auf Drift gegangen und in stockdunkler Nacht mit 7 Anläufen/Versuchen nach einem haltbaren Flecken gesucht. Das erste Mal Ankerwache im Cockpit gemacht.

13.06.2018: mit 32 Std Laufzeit die Brennstoffzelle zur  Stromerzeugung genutzt. (Solarzellen sind beim Austausch der Servicebatteriebank in die „Grütze“ gegangen)

Ansonsten alles recht normal, außer den normalen Fallwinden, plötzlich von 20 KN auf 34KN, nicht gleich fassende Anker weil Plastikplanen oder Fischernetzreste mit Leinen auf dem Grund lagen.

 

Aus Brigittes Bordtagebuch:

25.05.2018: Was für ein Tag! 4-5 BFT sind angesagt, es werden 6 BFT. Alois und Wassermachen, mal wieder falsche Ventilstellung und Salzwasser im Boot, er will lenzen und stellt fest: alle Lenzpumpen, die elektrische und die manuelle sind: Out of order! Schöpfen ist angesagt, glücklicherweise sind es nur so ca. 25 Liter. Ich habe das Gefühl, er wird alt! Dann diese Ankerbucht auf Amorgos, siehe Logbuch Alois. Wir sind gerädert!

Bis zum 04.06.2018: Wir segeln bei 6 BFT hoch am Wind nach Koufonisi, um dort die nächste Meltemizeit vorbeigehen zu lassen, mindestens 7-8 BFT sind angesagt. Nach einer Nacht vor Anker können wir einen der letzten Plätze im Hafen bekommen und sind in einer tollen Gemeinschaft von Österreichern, Italienern, Holländern, Deutschen, Franzosen, Engländern und Griechen. Die Zeit wird nicht lang bei Barbecue, langen Wanderungen und viel Gedankenaustausch und privatem Konzert auf einer Barlamos von George „unserem“ Griechen. Er ist Crewmitglied bei einem Charterboot mit Skipper, the crasiest Skipper mit gleichem Namen. Ein unvergessliches Erlebnis mit ihm und den anderen griechischen Skippern. Wir erhalten eine Einladung nach Rhodos im Herbst. Wir werden sehen ob es klappt.

Bis zum 06.06.2018: Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Hafenzeit auf Naxos. Es gibt hier im Hafen einen Schwell von ca. 50 -60cm wenn die schnellen Katamaranfähren anlegen UND einen so hervorragenden Hafenmeister wie wir in der gesamten Zeit noch nicht erlebt. Er ist überall und gibt so klare Ansagen, dass es keinen Ankersalat, Karambolagen oder Beschädigungen gibt. In Naxos geht es wieder einmal etliche Treppen hoch zur Chora und einem Kloster.

09.06.2018: Wunderbar, eine kleine Schule von Delphinen begleitet uns.

Bis zum 12.06.2018: Ermoupolis gilt als die größte und (früher) wichtigste Handelsstadt der Kykladen. Diese Bedeutung gilt heute nicht mehr, aber der frühere Reichtum ist deutlich zu spüren. Am dritten Tag besuchen wir ein Industriemuseum. Wir unterhalten uns ein wenig mit dem Museumswärter und müssen keinen Eintritt zahlen als er hört, wir sind mit dem Segelboot aus Deutschland gekommen und wir Deutsche sind. Das Museum ist hübsch ungeordnet und zeigte einiges aus den Bereichen: Werftbetriebe, Druckereien, Nähereien und Glasproduktionen.

13.06.2018: Tinos ist die berühmte Insel mit Wallfahrtskirche und wird auch das griechisch orthodoxe Lourdes genannt. Die Besonderheiten werden wir sicher auf dem TURA Vortrag berichten.

18.06.2018: Unsere Tavernenbesuche sind recht spärlich, aber in Karystos war es ein Muss. In einigen Häfen vorher wurde uns eindringlich empfohlen, eine bestimmte Taverne zu besuchen, was wir taten. Eine Taverne nach altem Stil, keine Speisekarte sondern alles ist nach „In Augenscheinnahme“ zu bestellen! Wir bestellten viel zu viel, bekamen dann unser Doggybaggie und hatten am nächsten Tag erneut die vielen Köstlichkeiten.

20.06.2018: auf Kea führte uns der Spaziergang zum Leuchtturm über „Saumpfade“ und Trampelwege. Zu unserem Erstaunen wurde der Leuchtturm bewohnt. Wir erfuhren: in der Sommerzeit wird er an Marineangehörige vermietet, die mit ihren Familien dort Urlaub machen dürfen, und im Winter wohnt und arbeitet dort ein angestellter Leuchtturmwärter.

Bis zum ??? nun in der Zea Marina/Piräus. Hier werden wir unsere „Schäden“ und sonstige Bedürfnisse abarbeiten und hoffen dann mit neuen/überarbeiteten Lenzpumpen und einem neuen eigenständigen Solarzellensystem weiterreisen. Ab  9.07. wird uns Manfred K.  von Max Mare begleiten. Alois freut sich schon auf die Unterstützung beim Abwaschen!!! Beschwert er sich doch ziemlich häufig über seine „Waschfrauenhände“. Wird schon werden!

 

Insgesamt stellen wir mal wieder fest: die Lernkurve ist immer da, manchmal sogar recht steil!

 

Viel Spaß beim Lesen und nachfühlen

Brigitte und Alois

Die Zora- Crew

Bilder dazu!


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